Bundesstraße 4
Aus Ilmenau Wiki
Die Bundesstraße 4 (B4) durchquert Ilmenau in Nord-Süd-Richtung. Sie besteht seit 1932 als B4. Gebaut wurde sie als "Marienstraße", benannt nach der Weimarer Herzogin Maria Pawlowna, die 1805 ihren Bau finanzierte. Die B4 war bis zum Bau der A71 die wichtigste Verkehrsanbindung von Ilmenau.
Sie überschreitet in der Nähe der "Dicken Eiche" zwischen Martinroda und Ilmenau die Stadtgrenze. Sie führt dann zur A71-Abfahrt "Ilmenau-West", wo sie eine Kurve Richtung Süden einschlägt. Dann führt sie über die Rodaer Flur vorbei an Oberpörlitz und am Gewerbegebiet An der B4 weiter in Richtung Süden, zwischen dem Möbelhaus Schulze und dem Dorf Roda hindurch. Hier nimmt sie von rechts noch die B88 auf, welche gemeinsam mit der B4 weiter verläuft.
Dann geht sie südöstlich weiter, vorbei an den Tankstellen zur Grenze des bebauten Stadtgebiets. Hier heißt sie Erfurter Straße (früher Marienstraße). Etwas später folgt das Wohngebiet "Zur Aktien". Dort stand einst das Porzellanwerk "Henneberg", welches vor dem zweiten Weltkrieg eine Aktiengesellschaft war. Viele Ilmenauer Bürger besaßen Aktien, deshalb war im Volksmund die Bezeichnung "Zur Aktien" geläufig. Als in den 90er-Jahren dort Mietshäuser entstanden, wurde diese alte Bezeichnung als Straßenname übernommen. Ab dieser Stelle lautete der frühere Straßenname der B4 Nordstraße.
Weiter stadteinwärts führt sie am Friedhof vorbei zum Obertor. Dieses steht zwar nicht mehr, aber es befand sich am Straßenrand an jener Stelle, wo die Obertorstraße einmündet. Danach folgen die Polizeiinspektion und das Thüringer Landeseichamt. Hier heißt die B4 bereits Unterpörlitzer Straße. Danach liegen noch die Feuerwache und die katholische Kirche an der Straße. Dann folgt die wahrscheinlich wichtigste Kreuzung Ilmenaus, wo die B4 und die B88 auf die B87 treffen, welche hier beginnt. Die B4 biegt hier rechts auf die Friesenstraße ab.
Der nun folgende Abschnitt wurde erst vor etwa 10 Jahren gebaut. Hier ist die Straße vierspurig und führt hinunter zum Hauptbahnhof. Die nächste Kreuzung ist die Technikums-Kreuzung. Ab hier heißt die B4 Friedrich-Ebert-Straße. Man sieht rechts das neue Hörsaalgebäude der TU und links das Gebäude des ehemaligen Porzellanwerk Arno Fischer (roter Backsteinbau). Weiter unten folgt auf der linken Seite der Busbahnhof. Danach kann man das rote Gebäude des Hauptbahnhofs erkennen und natürlich die verkleinerte Nachbildung des Kickelhahnturmes, dem Wahrzeichen der Stadt. Sie begrüßt hier seit 1998 die Gäste der Stadt, die am Hauptbahnhof ankommen. Nun folgt die Bahnhofskreuzung, wo die B88 den bis dahin gemeinsamen Kurs mit der B4 nach links verlässt. Die Bahnhofskreuzung war lange Zeit die wichtigste in Ilmenau und somit war sie auch die erste Ilmenauer Kreuzung, die eine Ampel erhielt.
Die B4 führt geradeaus über die Kreuzung und macht dann eine Rechtskurve in die Karl-Liebknecht-Straße. Hier befindet sich auf der linken Seite ein kleiner Teich. Als nächste Kreuzung folgt die Bärenkreuzung, danach verläuft die B4 über den Homburger Platz zur Tannenkreuzung. Hier heißt sie Schleusinger Allee. Dahinter folgen nur noch ein Kreisverkehr, die Festhalle und die Ilmenauer Sportanlagen inkl. Freibad ehe die B4 Ilmenau westwärts Richtung Manebach verlässt. Die Straße nach Manebach wurde 1834 gebaut.
Im Zuge der Autobahnbauten wird die B4 wahrscheinlich in den nächsten Jahren auf die A71/A73 verlegt.




