Friedrichstraße
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Die ehemalige Friedrichstraße ist die einzige Straße Ilmenaus, die "spurlos" verschwunden zu sein scheint. Heute steht mit Außnahme des Gebäudes der Porzellanfabrik Arno Fischer keines ihrer Häuser mehr. Angelegt wurde sie zwischen 1896 und 1901 (Quelle: Ilmenauer Adressbücher). Ihr Verlauf begann an der Technikumskreuzung, ging südwärts (auf der heutigen Friedrich-Ebert-Straße), zweigte dann ostwärts in den heutigen Fischerweg ab, danach bis zur Einmündung der Schlachthofstraße und anschließend wieder südwärts bis zum Gebäude des "Kraftverkehrs" (Haus aus dunklen Steinen mit rundem Turmaufsatz) in der Nähe des Hauptbahnhofs (heutige Straße: Bahndamm). Im Adressbuch von 1932 finden sich unter Friedrichstraße 10 Häuser (Nummern 1,2,3,5,10,13,15,17,18,20). In Nr.1 wohnten 4 Familien, also ein größeres Wohnhaus. In Nr. 2 eine Spedition und 4 Familien, also ebenfalls ein größeres Wohnhaus. Nr. 3 ist das Glaswerk Möller, Jungwirth und Griebel (Spessarthütte) + 3 Familien. In Nr. 5 wohnen 4 Familien, allesamt Lockführer, Nr. 10 ist die Prozellanfabrik Arno Fischer, Nr. 13 Fabrik für Chemisch-bakteriologische Apparate, Nr. 15 Puppenfabrik Fritsch, Nr. 17 Buchdruckerei Heiner, Nr. 18 Porzellanmalerei Eberhardt und Nr. 20 Tropolflaschenfabrik (Neon-Röhren?). Die Friedrichstraße war also von Süden nach Norden nummeriert und die ersten Häuser könnten die heutigen Bahndamm Nr. 15–17 sein.




