Karl-Liebknecht-Straße

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Die Karl-Liebknecht-Straße (früher Bismarckstraße) befindet sich südlich der Ilmenauer Stadtmitte. Sie verbindet den Hauptbahnhof im Osten mit der Tannenbrücke im Westen. Die Gesamtlänge beträgt etwa 600 Meter.

Die Karl-Liebknecht-Straße
Die Karl-Liebknecht-Straße

Sie wurde in den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts angelegt. Ihr ursprünglicher Zweck war die am Hauptbahnhof angereisten Kurgäste ins Kurviertel und zu den Kuranlagen zu leiten. Deshalb ist sie sehr breit (für damalige Verhältnisse) angelegt. Dem Fernverkehr (B4) diente sie jedoch erst ab den 60er-Jahren. Vorher war sie für den Verkehr ungünstig gelegen, da sie praktisch hinterm Homburger Platz im Nichts endete. Der Durchbruch zur Tannenbrücke wurde erst 1963 geschaffen, als die steigende Verkehrsbelastung nicht mehr durch die Innenstadt geleitet werden konnte. Dafür wurden die 5 letzten Häuser der Lindenstraße abgerissen.

Das heutige Aussehen des ehem. Glaswerks Alt, Eberhard & Jäger
Das heutige Aussehen des ehem. Glaswerks Alt, Eberhard & Jäger

Die Karl-Liebknecht-Straße hieß bis 1945 Bismarckstraße. Der Homburger Platz, in den sie im Westen mündet, hieß bis 1945 Bismarckplatz. Die Nummerierung erfolgt von West nach Ost, gerade Nummern auf der Südseite und ungerade Nummern auf der Nordseite, ursprünglich bis 36, heute noch bis 30. Wichtige Firmen befanden sich am Ostende der Straße und zwar:

Die Karl-Liebknecht-Straße wird von einem Platz (dem früheren Schulplatz; heute namenlos) unterbrochen. An der Südseite des Platzes steht das Haus 2 des Goethe-Gymnasiums, ein roter Backsteinbau aus dem Jahre 1896. An der Westseite steht das 1998 errichtete Parkhaus. Im Platz mündet die von Norden kommende Schwanitzstraße (frühere Schulstraße) ein. Auf dem östlichen Parkplatz bricht immer wieder eine Bodensenke auf, die auf einen alten Ilmarm zurückgeht. Deshalb konnten dort nie Häuser gebaut werden.

Die zweite Straßenkreuzung ist in Ilmenau unter dem Namen Bärenkreuzung bekannt, da sich dort das Hotel "Zum Bären" befand. Hier kreuzt die Oehrenstöcker Straße, seit 1970 auch mit Ampel.

Der "Ilmteich"
Der "Ilmteich"

Im östlichen Bereich findet sich ein kleiner Tümpel, der dort etwa seit 1998 besteht. Man riss im den 90er-Jahren das Holzwerk ab und wollte auf dem Gelände ein Einkaufszentrum bauen. Bei den Bauarbeiten zur Tiefgarage trat eines Nachts Ilmwasser ein und die Bauarbeiter staunten am nächsten Morgen nicht schlecht, als die gesamte Baustelle unter Wasser stand. Versuche das Wasser abzupumpen scheiterten. Also beschloss man das Einkaufszentrum auf der anderen Straßenseite zu bauen (heutiges Kaufland). Leider hat der Teich noch keinen Namen und ist in keinem Stadtplan zu finden. Im Volksmund erhielt der Namen wie: Ilmteich, Kaufland-Teich oder Froschteich. Die Natur eroberte das Areal zurück und heute brüten Enten und Schwäne am Ufer und Karpfen und Frösche schwimmen im Wasser. Als Nutzungskonzept wäre im Winter ein Außengelände der benachbarten zukünftigen Eissporthalle denkbar. Die Bauarbeiten für die Eissporthalle werden in Kürze beginnen.

Die Karl-Liebknecht-Straße endet an der Bahnhofskreuzung, wo sie auf die Langewiesener Straße, Friedrich-Ebert-Straße und August-Bebel-Straße stößt. Die Bahnhofskreuzung ist der niedrigste Punkt der Ilmenauer Innenstadt, sodass sie bei starken Regenfällen regelmäßig unter Wasser steht. Sie war die erste Ampelkreuzung Ilmenaus.

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