Schorte
Aus Ilmenau Wiki
Die Schorte ist ein 9 km langer Nebenfluss der Ilm, der beim Grenzhammer in sie mündet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Quelle
Eine Schortequelle gibt es nicht. Die Schorte ensteht unterhalb des Knöpfelstaler Teiches, wo sich zwei namenlose Bäche vereinigen. Im Quellgebiet tragen nicht die Bäche, sondern die Täler Namen. Die "Quelltäler" der Schorte sind das Marktal, das Silbertal, das Mönchstal und das Mardertal für den östlichen Quellbach und der Breite Grund für den westlichen Quellbach. Die Südlichste Quelle des Marktals ist die theoretische Schortequelle, da sie am weitesten von der Mündung entfernt liegt. Sie befindet sich ca. 150 m nördlich vom Dreiherrenstein in 800m Höhe. Im Marktal besteht noch der Seifige Teich. Im Breiten Grund liegt der Breitengrunder Teich sowie eine Jugendherrberge (Waldschule). Die Teiche wurden vor ca. 300 Jahren angelegt, um Wasser anzustauen, dass dann beim Flözen von Holz für die Glasindustrie abgelassen wurde. Der gesamte Quellbereich (ca. 5 km²) gehört zum Kerngebiet des Biosphärenreservat Vessertal. Er ist deshalb nicht durch Wege erschlossen.
[Bearbeiten] Schortetal
Die Schorte fließt unterhalb des Knöpfelstaler Teiches nordwärts bis zum Vogelherd, wo sie einen Bogen fließt und fortan nach Nordosten verläuft. Hier beginnt das Schortetal. Es ist ca. 50m breit und ungefähr 150m tief (Höhenunterschied zu den Bergen an beiden Seiten). Es wird als Viehweide genutzt. Das Schortetal ist auch bei Joggern und Fahrradfahrern aus Ilmenau beliebt. Die Wege an beiden Seiten sind gut befestigt und nicht sehr steil. Das erste Gebäude im Verlauf ist die Voglersmühle, sie war früher eine Sägemühle. Hier mündet der Steinbach in die Schorte. Unterhalb der Voglersmühle verbreitert sich das Tal auf ungefähr 100m. Es folgt die Schortemühle. Sie ist heute als Fischgaststätte genutzt. Hier befindet sich auch das Schaubergwerk Volle Rose. Dort wurde bis 1990 Spat abgebaut. Man findet dieses Mineral auch in großen Brocken in der Schorte. Nächstes Gebäude ist die Reinhardsmühle, wo sich das Wildtal abzweigt. Ab hier ist der Osthang nicht mehr steil, er steigt sanft als Acker nach Oehrenstock an. Hier endet auch der Außenbereich des Biosphärenreservat Vessertal. Danach wird das Tal von der Straße Ilmenau-Oehrenstock gekreuzt. Hier steht das Bergbaumuseum Luthersteufe. Des weiteren gibt es noch einige Fischteiche an der Straße. Von nun an ist der Weg im Tal asphaltiert. Als letztes fließt noch die Oehre in die Schorte. Dieser Bach gab Oehrenstock seinen Namen. Danach mündet die Schorte nach 9km langem Lauf in die Ilm.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Als erstes gab es im Schortetal die Holzflößerei (seit 300 Jahren), danach kam noch der Bergbau auf Spat und Mangan hinzu. All diese Materialien waren für die Ilmenauer Glasindustrie sehr wichtig. Zu DDR-Zeiten gab es Planungen über eine Talsperre im Schortetal, was jedoch duch massiven Protest der Bevölkerung wieder verworfen wurde. Die Deutsche Bahn hegte auch Pläne, die ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg durchs untere Schortetal im Bereich Luthersteufe kreuzen zu lassen, um den Ilmenauer Interregiohalt näher an der Stadt zu platzieren, jedoch scheiterte dies an den Bedingungen des Naturschutzes.
[Bearbeiten] Naturschutz
Der obere Teil des Schortetals gehört zum Kerngebiet des Biosphärenreservates Vessertal, das ähnlich wie ein Nationalpark aufgebaut ist. Der Teil zwischen Knöpfelstaler Teich und Reinharsmühle gehört noch zum Außenbereich des Biosphärenreservates hier gelten ähnliche Vorschriften wie in einem Naturschutzgebiet. Der untere Teil gehört ledeglich zum Naturpark Thüringer Wald, wo aber (noch) keine Schutzbestimmungen gelten. Da der Naturpark nur eine Übergangslösung ist, die nach 1990 eingeführt worden war, wird wahrscheinlich demnächst über das weitere Vorgehen entschieden.




