Schulen
Aus Ilmenau Wiki
In Ilmenau gab es schon seit dem Mittelalter eine Schule. Sie stand seit dem Stadtbrand von 1752 am Topfmarkt. Hier war die Ilmenauer Schule bis 1874 untergebracht. Heute wird dieses Haus von der Stadtverwaltung genutzt.
Aufgrund des hohen Bevölkerungswachstums ab 1871 wurde 1874 ein neues Schulgebäude errichtet. Es steht in der Karl-Zink-Straße. Es ist ein typischer 3-Flügel-Schulbau dieser Zeit. Bis 1894 war es einfach die Ilmenauer Schule, danach war dann die Mädchenschule hier untergebracht. Ab 1949 wurde die Geschlechtertrennung in der Schule aufgehoben und die Mädchenschule in "Karl-Zink-Schule" umbenannt.
1894 folgte aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums die nächste Schulgründung. Das Gebäude der Knabenschule entstand in der Karl-Liebknecht-Straße. Hier war die Knabenschule untergebracht. Dieses Gebäude hieß von 1949 bis 1990 Karl-Liebknecht-Schule, seit 1990 Goethegymnasium Haus 2.
Die erste Schule, die höhere Bildung (über Klasse 4 hinaus) ermöglichte, wurde 1903 gegründet. Sie war eine Realschule (heute würde man dies als Gymnasium betrachten). Die Eltern mussten Schulgebühren bezahlen. Ihr Gebäude liegt über dem Ritzebühler Teich. Es ähnelt einem Schloss. Heute ist hier das Goethegymnasium Haus 1 untergebracht. Diese Schule ist dank ihrer naturwissenschaftlichen Spezialklassen sehr bekannt und trug schon seit ihrer Gründung 1903 den Namen Geotheschule.
Das Ilmenauer Schulsystem war also wie folgt aufgebaut:
- bis 1894 Unterricht von Mädchen und Jungen in einem Haus, aber in getrennten Klassen, 4 Jahre ("Volksschule"), danach zur Realschule/Gymnasium nach Weimar oder Jena.
- 1894–1903 Unterricht Klassen 1–4 nach Geschlechtern getrennt in unterschiedlichen Gebäuden. Realschule/Gymnasium in Weimar oder Jena.
- 1903–1949 Unterricht Klassen 1–4 nach Geschlechtern getrennt in unterschiedlichen Gebäuden. Realschule/Gymnasium in Ilmenau.
- 1949–1990 Unterricht Klassen 1–10 in der Schule (zu DDR-Zeiten gab es keine verschiedenen Schultypen) immer in der selben Klasse und im selben Gebäude. Stadt in Schulbezirke geteilt. Danach EOS Klassen 10–12 in der Goetheschule.
- seit 1990 Unterricht Klassen 1–4 in 3 Grundschulen: Grundschule Karl Zink (Altstadt), Grundschule Rosa Luxemburg (Stollen) und Ziolkowski-Grundschule (Pörlitzer Höhe). Danach Realschule Realschule Heinrich Hertz (Pörlitzer Höhe) und Realschule Geschwister Scholl (Stollen) oder Gymnasium Gymnasium Am Lindenberg und Goethegymnasium.
Weitere Ilmenauer Schulen sind:
- Asisi-Schule (privat)
- Pestalozzi-Schule für lernbehinderte Kinder
- Förderschule Dr. Hans Vogel für geistig behinderte Kinder und Jugendliche
[Bearbeiten] Ideologie, Rivalitäten & Soziales
Grundschulen
Unter den Ilmenauer Grundschulen gibt es keine Rivalitäten, da jedes Kind in einem bestimmten Schulbezirk wohnt und danach in die entsprechende Grundschule eingeteilt wird. Soziale Unterschiede gibt es hier jedoch schon. Der Anteil von Migrantenkindern ist relativ gering. Die größten Anteile der Migrantenkinder sind Russen oder Russland-Deutsche, Türken und Vietnamesen. Größere Probleme macht die soziale Stellung der Eltern. Insbesondere in den Plattenbausiedlungen der Stadt gibt es vermehrt Elternhäuser, die auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind.
Regelschulen
Der Absatz zu den Regelschulen ist von der Neutralität her umstrtitten und wurde daher vorerst entfernt.
Gymnasien
Die 2 Ilmenauer Gymnasien stehen in starkem Wettbewerb zueinander, da die Schülerzahlen in den letzten Jahren beständig gesunken sind und jedes Gymnasium so viele Grundschüler wie möglich zu sich überführen will.
Offene Ganztagsschule Franz von Assisi
Die Assisi-Schule vertritt andere Lernmethoden als konventionelle Schulen wofür sie teils bewundert, teils belächelt und teils beneidet wird. Hier wird viel praktisch gelernt. Die Assisi-Schule ist eine kostenpflichtige Privatschule. Die Beiträge staffeln sich nach Einkommen der Eltern. Die Assisi-Schule ist kirchlich ausgerichtet. Sie ist sehr naturverbunden, d.h. Viel Unterricht findet draußen statt.




