Stadtbefestigung
Aus Ilmenau Wiki
Ob Ilmenau im Mittelalter eine Stadtbefestigung besaß, ist noch nicht nachgewiesen. Eine Befestigung aus Stadtmauern im eigentlichen Sinne ist jedoch unwahrscheinlich. Man geht davon aus, dass Ilmenau von einem "Stadtzaun" umgeben war. Dieser konnte ein einfacher Lattenzaun, eine Palisade oder eine einfache Mauer sein. Diese Art der Befestigung war für kleinere Städte im thüringer Raum typisch. Torhäuser hatte die Stadt sicher. Dies belegen Funde, Chroniken/Quellen und letztlich auch die Straßennamen. Die Stadttore waren:
Vier Haupttore
- Das Obertor in der Obertorstraße direkt hinterm Rathaus; Straße nach Roda und Oberpörlitz / Handelsstraße Erfurt-Nürnberg
- Das Jüdentor in der Weimarer Straße (früher Jüdengasse) etwa auf Höhe der Einmündung des Wallgrabens und der Poststraße; Straße nach Stadtilm und Unterpörlitz
- Das Mühltor am Wetzlarer Platz, ca. am Standpunkt der Wettersäule; Straße nach Langewiesen und Oehrenstock
- Das Endleichtor in der Lindenstraße (früher das Endleich genannt), an der Polleranlage vor der Post; Straße nach Frauenwald und Manebach / Handelsstraße Erfurt-Nürnberg
Zwei "Pforten" (wahrscheinlich nur Türen im Stadtzaun)
- Die Güldene Pforte an der Kreuzung der Straßen Hinterm Rasen und Güldene Pforte
- Die Pforte in der Pfortenstraße (Existenz nicht genau nachgewiesen)
- Beide Pforten dienten den Bergleuten, um von ihren Häusern in der Stadt zu den Bergwerkstollen unter der Sturmheide zu gelangen.
Vor den "Stadtmauern" existierten zwei Vorstädte, zum einen die Mühlscheunen vorm Mühltor auf den Ilmwiesen, bestehend aus Mühlen und Gerberhäuschen und zum anderen das Endleich im Bereich der heutigen Lindenstraße, wo vor allem die ärmeren Bergleute wohnten.




